Die „Demokratische Volksrepublik Laos“ ist ein kleiner Binnenstaat in Südostasien, der an China, Vietnam, Kambodscha, Thailand und Myanmar grenzt. Laos hat etwa 6,5 Millionen Einwohner, von denen nur etwa ein Drittel in Städten lebt. Hauptstadt und gleichzeitig größte Stadt des Landes ist Vientiane. Der südostasiatische Binnenstaat ist vom Buddhismus geprägt, das öffentliche Leben richtet sich entsprechend nach dem buddhistischen Kalender. Laos ist ein Entwicklungsland, das auch heute noch mit den Folgen des Vietnamkriegs zu kämpfen hat. Ein Viertel der Bevölkerung lebt unterhalb der nationalen Armutsgrenze. Obwohl das Land während des Vietnamkriegs neutral war und es keine offizielle Kriegserklärung seitens der USA an Laos gab, warfen die Vereinigten Staaten zwischen 1964 und 1973 von der Weltöffentlichkeit weitgehend unbeachtet insgesamt 270 Millionen Streubomben über dem Land ab.

Dies entspricht einer Flugzeugladung Bomben,

alle 8 Minuten, 24 Stunden am Tag, 9 Jahre lang.

Damit gehört Laos zu den am schwersten bombardierten Ländern weltweit.
Das Bombardement ist mitverantwortlich für eine bis heute andauernde Frischwasser- und Hygienekrise. Diese hat zur Folge, dass noch immer 6,7 Prozent aller Kinder in Laos vor ihrem fünften Geburtstag sterben. Viele von ihnen an Krankheiten, die durch einen Zugang zu sauberem Wasser vermeidbar wären. Die Kindersterblichkeit in Laos liegt damit 17 Mal höher als in Deutschland! Etliche der während des Vietnamkriegs abgeworfenen Bomben explodierten nicht, sondern liegen momentan noch als Landminen in großen Teilen des Landes verstreut. Dadurch sind zahlreiche Flächen für die Haupteinnahmequelle Laos‘, die Landwirtschaft, nicht nutzbar. Durch die Landminen sind viele Gebiete bislang für den Tourismus unzugänglich.

Dennoch ist er für das Land aufgrund seiner wunderschönen und abwechslungsreichen Landschaften sowie der Artenvielfalt im Tierreich eine weitere wichtige Einnahmequelle geworden.